M ist voll schwabbel

6. September 2012 § 59 Kommentare

Feierabend, Berufsverkehr.
Drei Mädels um die 15 sitzen im Vierersitz der U-Bahn.

- Hast du Marie gesehen? Beim Sport, in der Umkleide? Die is’ voll schwabbel.
- Die trägt M. Ich würd’ mich umbringen, wenn ich M tragen müsste.
- Die hat bestimmt schon L.
- Meinst du? L ist echt meeeega. Das ist 42 oder so.
- In der Pause hat die immer voll die fette Brotdose mit.
- Ich ess’ höchstens mittags mal was.
- Ich auch. Ich habe morgens gar keinen Hunger.
- Hast du mal ihre Bilder auf Facebook gesehen? Da gibt’s eins, wo sie mit ihrem Bruder am Strand steht. Ich hab’ Gänsehaut gekriegt vor Ekel.

Ein Mann mittleren Alters sitzt im Vierersitz daneben: erste graue Haare, Hemd, Aktentasche auf dem Schoß – ein Vatertyp. Er blickt von seinem Smartphone auf, schaut zu den drei Mädels hinüber und sagt: “Marie hat wenigstens Titten und Arsch im Gegensatz zu euch. Da stehen die Typen drauf. Werdet ihr aber erst später merken.” Dann wendet er sich wieder seinem Handy zu.

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§ 59 Antworten auf M ist voll schwabbel

  • buecherhase sagt:

    ja das ist die richtige Antwort darauf^^ alles in gesunden maßen, aber natürlich darf man mehr haben. ich kann mir die mädels richtig gut vorstellen *lach* eine lustige vorstellung so vorm schlafen gehen. nett :)

  • Chris sagt:

    Sehr lustig. Und wie haben die Mädels reagiert?

  • Belle sagt:

    Klassse. Ich bin sein Fan. Das hätte mir mal jemand sagen müssen. Hätt mir viel Kummer erspart!

  • ninespo sagt:

    Super Antwort. So jemanden hätte ich bei den Biestern in der Schule auch gebraucht. Da hat man als ottonormal Mensch mit einem gesunden BMI, bzw. Gewicht, aber ohne Size Zero eh schon verloren.

  • nv sagt:

    Scheiß Antwort. “Da stehen die Typen drauf” ist KEIN Argument für irgendwas. Bzw. sollte keins sein. In einer besseren Welt, in der wir leider nicht leben. Hört auf, Frauenkörper zu beurteilen. Verdammtnochmal. http://maedchenmannschaft.net/hoert-endlich-auf-koerper-in-gut-und-schlecht-einzuteilen/

    • name sagt:

      Bah, bah, bah. Man muss die Bitches da abholen wo sie sind. Die Bitches sind offensichtlich schon beim Thema. Was soll daran falsch sein in so eine Diskussion ein paar Fakten einzuwerfen? Ja, Kerle stehen auf Ärsche und Titten. Echt jetzt. Ungelogen. Das war schon immer so, das wird auch so bleiben. (…)

      Gekürzt wegen Beleidigung. Nessy.

    • Das ist aber auch schon Diskriminierung liebe NV, denn ihr Frauen bewertet uns Männer nämlich auch, da gehts um den Sixpack oder so auszusehen wie “Justin Bieber”. Ich finde den Spruch ends genial. Ob er wirklich was bewirkt, bezweifel ich, aber wenigstens hat er den Mund dazu aufgemacht. Und noch was, würdest du genau so heftig reagieren, wenn sie über ihren Kleidungsstil gelästert hätten und er Typ hätte gesagt: Typen stehen nicht auf Nuttenstyle, sondern auf schöne weibliche Kleidung!?”

    • Ohnein sagt:

      Und schon kommt die ultrafeministische Empörfraktion und meckert.

      Die Geschichte ist großartig. Highfive an den Typen, der den Arsch in der Hose hatte, den dummen Gören mit dieser Ansage deutlich Paroli zu bieten. “Da steht das andere Geschlecht drauf” oder “das finden andere Leute schön” hat einfach nichts mit Diskriminierung zu tun, sorry.

    • Nessy sagt:

      Natürlich ist die Antwort nicht differenziert und natürlich reduziert sie Marie wieder auf Äußerlichkeiten. Aber ein Redekreis wäre unter den gegebenen Umständen ein bisschen schwierig gewesen.

    • Flo sagt:

      Nessy, für diesen Kommentar haben Sie ein zusätzliches Sternchen verdient! Besser kann man es nicht ausdrücken.

  • Ich find das Prinzip hinter der Antwort auch mehr so hmpf. Aber mir fiele nicht mehr ein als “Ey, ihr seid schon scheiße drauf” und ich nehme an, das hätte nicht so funktioniert.

  • Mascha sagt:

    Also ich finde seine Antwort super!!! Wahnsinn, daß man “angeekelt” ist, wenn jemand M trägt……das ist wirklich schlimm und zeigt wo uns die Magermodelwerbung und Germany’s Next Topmodel hingeführt haben….in eine Magersuchtgeneration!!

    • Nessy sagt:

      “Ekel” finde ich auch ein ziemlich krasses Wort in diesem Zusammenhang. Das hat schon etwas von Hass.

    • Anni sagt:

      Ich glaube, es geht dabei weniger darum, dass Marie zu dick ist, als darum sie zu mobben. Wäre Marie zu dünn, würden die Mädchen über sie lästern und hätte sie blaue Haare würden sie darüber lästern. Solche Mädchen finden immer irgendwas!

    • Mascha sagt:

      Das stimmt….diese blöden Zicken!!

  • flyhigher sagt:

    Ich glaube, in dem Alter, in dem die Mädels sind, zählen keine Argumente wie “Respekt”, oder “den anderen so nehmen wie er ist”, oder “der Charakter zählt”, oder was weiss ich. Daher finde ich die Spontanreaktion von dem Herrn schon recht gut. Allerdings bewirken tuts leider trotzdem nix. Die Mädels werden sich nach wie vor das Maul über Marie zerreissen, und Maries Genugtuung muss leider warten bis zum (spätestens) 25jährigen Klassentreffen, wo die Mädels schon zig Schönheitsop’s hinter sich haben, aussehen wie der Gl*öö*ckler und dreimal geschieden sind, während Marie eine natürliche Schönheit und natürlicher Charme auszeichnet, und mit ihrem Fritz ein wundervolles, glückliches und zufriedenes Leben führt.

  • féizào sagt:

    JA! Sehr gut!
    Ich hoffe, dass Marie ein passendes Selbstbewusstsein entwickelt, während diese drei, nun ja, das möge sich dann jeder selbst ausdenken.

  • ju sagt:

    ach komm, das denken sie sich doch jetzt aus, frau nessi.

    • Nessy sagt:

      Geschichten, von denen man als Leser denkt: “Das ist doch niemals so passiert!”, sind meistens so passiert, denn sowas kann man sich nicht ausdenken, weil man beim Ausdenken denkt: “Sowas kannste nicht schreiben. Das passiert einfach nicht.”

  • Anne sagt:

    Ich seh das auch etwas entspannter. Selbstverständlich ist die Aussage, jetzt generell gesehen, auch doof, aber in dem Kontext vollkommen passend.

    An so einer Stelle muss man eben die richtigen Worte finden, um solche dämlichen Körpervorstellungen mal ein bisschen auf den Kopf zu stellen.

  • swuuj sagt:

    High Five für den unbekannten couragierten Mann!

  • Lorelei sagt:

    Aktentaschenpapa FTW!

  • Es hilft doch nichts, mit dem Fuß aufzustampfen und zu sagen: “Frauenkörper (wahlweise Männerkörper, Kindercharme etc.) zu beurteilen, ist gemein.” Ja nun. Aber Arsch und Titten sind dazu da, um die Männchen anzulocken. Man kann auch den Kopf schütteln und sagen: “Männchen anlocken ist dämlich.” Kann sein. Aber das ist ein sehr altes und bewährtes Programm. Ohne das wir heute hier nicht sitzen würden. Auf dem Arsch, der natürlich auch noch mehr Funktionen hat, bei denen die Form nicht so wichtig ist.

  • Antje sagt:

    Die Mädchen bewerten sich gegenseitig nicht, weil sie aus dem Nichts heraus fies sein wollen oder mobben wollen, sondern weil sie konditioniert sind, dünn sein zu müssen, um gesellschaftlich anerkannt zu sein oder zumindest nicht aufzufallen (gerade bei Gleichaltrigen). Das Argument “Kerle stehen drauf” – ganz übel (und nebenbei auch heteronormativ). Dennoch cool, dass er es kommentiert hat. Frau Nessy, Sie moderieren doch den Kommentar (nee nee nicht ok) von “name” noch, oder?

  • Julia M. sagt:

    CHEF! :)

    Genau richtig so.

  • lu sagt:

    Der Mann ist mein heutiger Held!

  • soe sagt:

    Die Tussen: Ich kriege das kotzen, wenn ich solche Tussen reden höre (außerdem ist M-L die am meisten getragene Größe in Deutschland)

    Der Typ: Genial (und das sage ich als Frau)

  • Aus pädagogischer Sicht schließe ich mich “name” an. Man muss die Kinder da abholen wo sie stehen und in ihrer Problematik ernst nehmen. Das hat der Papatyp mit Aktentasche grandios gemeistert.
    Hauptproblematik aufgegriffen, Lebenswelt einbezogen. 1 A.

  • Richie sagt:

    Da reicht ein *lol* ja schon nicht mehr aus! Was ne geile Antwort!!!

    Schön, wenn diese Schlankheitswahn mal so geerdet wird ;).

    • Nessy sagt:

      Leider wird Marie ein paar Jahre warten müssen, bis die Typen dort stehen. Denn vielen männlichen Teenies ist es – allein schon wegen der Kommentare ihrer Kumpels – peinlich, dickere Mädels zu daten.

  • Micha sagt:

    :)
    Sinnlichkeit wirft auch ein paar Falten!

  • Als (noch) X-Large-Trägerin (und Frau) finde ich die Antwort des Aktentaschenträgers Klasse! Der hat den Zicken genau die richtige Packung verabreicht.

  • Die Antwort passte doch im Bezug auf das Thema. Kein Grund gleich wieder irgendeine Keule auszupacken.
    Und jetzt mal ganz ehrlich: Das junge Damen jungen Männern gefallen wollen und umgekehrt ist ja nun keine Erfindung der letzten 20 Jahre, also mal locker bleiben. ;-)

  • Dieter sagt:

    Wie schon oben geschrieben ist die Antwort inhaltlich nicht ganz ausdifferenziert und denkt nicht jeden erdenklichen Aspekt ab, aber: sie ist passend weil auf einen groben Keil ein grober Klotz gehört.

    Die Mädchen sind in ihrer Wortwahl nicht zimperlich, sie selbst räumen der Figurfrage für sich einen hohen Stellenwert ein und sie dramatisieren. Und dann kann es schon mal passieren, daß jemand anderes einen deutlichen Kommentar dazu abläßt, wenn er so etwas mitbekommt. Und wenn der Aktentaschenvater sich danach nicht weiter eingemischt oder die Mädchen bedrängt hat, kann man sagen: That’s life. So was passiert.

    “Da stehen die Typen drauf” ist KEIN Argument für irgendwas.” Jo. Wenn man aber ‘nen Typen haben will oder schon mal herausfinden will, wie das mit den Typen so ist, dann ist diese Information vielleicht nicht ganz überflüssig. “Hört auf, Frauenkörper zu beurteilen” ist eine Aufforderung, die sich auch an Frauen richten kann. Oder üben die keinen Konformitätsdruck auf andere Frauen aus?

  • Einige hier wären beim Grübeln, ob die gedachte Wutrede nun politisch korrekt ist, wahrscheinlich bis zur Endhaltestelle gefahren.

  • nina sagt:

    die drei mädchen werden von einigen kommentatoren abwertend mit tussen oder zicken oder bitches bezeichnet. das finde ich ziemlich interessant, da ich persönlich eine ganz andere sicht auf die dinge habe.
    das beispiel von frau nessy zeigt sehr gut, in welcher hilflosen lage sie sich befinden. die mädchen scheinen unter ungeheurem druck zu stehen selbst schlank zu sein und bleiben zu müssen, was alleine die aussagen “Ich würd’ mich umbringen, wenn ich M tragen müsste.” (!) und “Ich ess’ höchstens mittags mal was.” deutlich wird. mädchen, deren selbstbewusstsein in so hohem maße auf dem schönheitsideal beruht, sind meiner ansicht nach keine tussen, zicken oder bitches. dass ihr handeln erst einmal wut und empörung hervorruft, ist völlig verständlich. ich will auch nicht so verstanden werden, dass ich ihre aussagen gut heiße, das tue ich nämlich auf keinen fall. trotzdem will ich hier noch einmal die aussage von antje unterstützen: sie handeln nicht aus bösartigkeit, sondern aus eigenen zwängen heraus. DAS ist für mich der knackpunkt an der ganzen geschichte. und das muss erkannt werden, damit die drei darin unterstützt werden können zu erkennen, dass der wert eines menschen nicht von seinem äußeren abhängig ist.

    • Nessy sagt:

      Die Ansicht “Auch die Täter sind Opfer” kann ich nicht teilen. Sicherlich ist es so, dass Mädels besonders in der Pubertät sehr auf das Urteil anderer wert legen und Außenwahrnehmung wichtig ist. Das hat etwas mit der Entwicklung des eigenen Körper- und Selbstbildes zu tun. Aber selbst denken ist trotzdem erlaubt. Die Mädchen war 15, 16 oder 17. Da sollten sie ihren kindlichen Egozentrismus überwunden haben, in der Lage sein, sich in die Rolle eines andere hineinzuversetzen, und reflektieren, wie ich andere behandle und wie ich selbst behandelt werden möchte. Ein bisschen kritische Distanz kann ich auch von pubertierenden Teenies erwarten, die unter dem Druck von Schönheitsidealen stehen – wenn ich diesen Anspruch nicht habe, kann ich quasi alles entschuldigen. Die Drei brauchen vielleicht Unterstützung, aber genauso brauchen sie mal ‘ne klare Ansage.

    • nina sagt:

      vielleicht ist das nicht so deutlich geworden, wie ich wollte. ich will die mädchen und ihr verhalten nicht entschuldigen. natürlich kann man (und sollte man vielleicht sogar?) mit einer klaren ansache versuchen sie zum nach- und umdenken zu bewegen. vielleicht hätte auch ich in der situation eine klare ansage gemacht, weil ich mich über das gerede und vor allem die vorstellung darüber, wie sie mit marie umgehen, sehr aufgeregt hätte. ich wollte mit meinem kommentar aber auch einen anderen blickwinkel auf die dinge aufzeigen und deutlich machen, dass ich vermute, diese ansage wird an ihrem verhalten leider nicht viel ändern (können), da das problem sehr tief verwurzelt ist und es daher viel mehr benötigen würde, eben um zu reflektieren wie man mit sich selbst (ich gehe davon aus, die mädels sind mit ihrem urteil in bezug auf ihre eigenen körper prinzipiell genauso hart und versuchen deshalb unbedingt schlank zu sein) und anderen umgeht.

  • Christel sagt:

    Interessante Diskusion! Insgesamt bin ich Ninas Meinung.
    Ich glaube den Mädchen geht es nicht darum den “Männern” zu gefallen … das sind ihre eigenen strengen Mädchenregeln.

    Als Außenstehende hätte ich mich mehr darüber empört, daß der “Mann mittleren Alters” auf so einen billigen, sexistischen Spruch zurückgegriffen hat. Die Mädchen so zu provozieren bringt gar nichts, sondern ist nur ekelhaft!
    Und was bleibt bei den Mädchen hängen? “Ich hunger mich auf size 0 und dann laß ich mir den Busen mit Silikon aufspritzen!”

    Christel

    • Micha sagt:

      Auch nach der Pupertät ist es dennoch ein Teil des Frauseins, adrett aussehen zu wollen – und zwar innerhalb der gesellschaftlichen gängigen Normen. Sich davon ganz frei zu machen, grenzt an Utopie.

      Denn sonst würde die Klamotten-und Kosmetik-Industrie nicht so viel verdienen, wie sie verdienen, Frau würde vielleicht mit dem Enthaaren aufhören, meist nur flache Schuhe anziehen und mit Sicherheit keine engen Hosen mehr tragen, die kneifen. Die Idee, sich als Frau von all den Vorgaben unabhänig zu machen, bleibt aber gut.

      Für mich geht der*sexistische*Spruch daher von einem gesünderen runden Frauenbild aus, als das der dissenden-Anorexie-Mädels.

    • Richie sagt:

      Interessant ist aber auch, wie man einen einfachen, spontanen Spruch, bis ins allerkleinste Detail seziert und intellektuell beurteilt wird. Ich denke nicht, dass der gute Mann den Mädels eine Lebenslektion mit auf den Weg geben wollte. Er war vielleicht einfach nur genervt und wollte das platte Gesabbel unterbrechen.

      Der Dialog eben ist “das Leben” – pur, ungeschminkt und nicht immer politisch korrekt. Dazu ist es in meinen Augen aus der Situation heraus urkomisch und schlagfertig. Was es da so akribisch zu bewerten gibt, verstehe ich eigentlich nicht.

  • Lena sagt:

    Der Aktentaschen-Typ hat’s in der für diese Mädchen verständlicher Sprache ihnen die Sache vermittelt. Ob’s nun primitiv, herabwürdigend oder sonst was ist, steht an zweiter Stelle. Oder habt ihr in euren Pubertätsjahren solche langatmige, politisch korrekte Diskussionen ernstgenommen?

  • Marie sagt:

    Als eine Marie, die auch Größe 40 trägt, finde ich die Aussage des Mannes ziemlich klasse ;)

  • olenso sagt:

    Hab mich sehr amüsiert! Ich bin der gleichen Meinung, wie der Mann. Danke für diese Erzählung.

  • impuls23 sagt:

    Cooler Typ. :)

  • anonym sagt:

    hm da ich selbst sehr schlank bin finde ich es nicht gut umgekehrt auf schlanken Frauen bzw. welchen mit einem kleinen Busen und einem kleinen Hintern rumzuhacken. Das das verhalten der Mädels da scheiße war, dürfte klar sein. Aber deshalb muss man sich nicht auf die gleiche Eben wie diese begeben und umgekehrt genauso abwertend und verletzend über sehr schlanke Frauen herziehen. Ich finde beides scheiße!

  • anonym sagt:

    sry für die Rechtschreibfehler. Und ja ich habe die Intention des Mannes für seinen Spruch in der Situation schon verstanden. Trotzdem finde ich den Spruch inhaltlich daneben.

  • Gabriela sagt:

    Ob Kleidergröße 36 oder 40 – auffallend in der Gesellschaft ist doch einzig der Herdentrieb. Frauen – und mittlerweile auch immer mehr Männer, leben angepasst an eine Norm, in der Hoffnung so besser durch das Leben zu kommen.

    Sowohl die drei Mädels (cool und lässig), als auch der s.g. “Vatertyp” (angepasst und augenscheinlich weltgewandt), verhalten sich in dieser Situation wohl ihrer Norm entsprechend.

    Nach oben buckeln und nach unten treten – ablenken von den eigenen Fehlern (wobei Fehler jetzt für nicht der “Norm entsprechend steht”) ist beiden Seiten anheim.
    Sie reduzieren einen Menschen und seine ureigene Persönlichkeit mit ihren Worten auf äußere Merkmale.

    Worauf es im Leben ankommt und wie man eigentlich wirklich besser durch das Leben kommen könnte, werden sie wahrscheinlich später
    (nach Magersucht und Burnout) bzw. eventuell niemals merken.

    • “Nach oben buckeln und nach unten treten”?
      Du interpretierst da ein bissel zu viel rein würde ich sagen. Die Mädels sind nicht cool und lässig, sondern gehässig. Und dieser Typ ist vermutlich genervt von diesem dümmlichen Gelaber. Ein Satz und es ist Ende im Gelände.
      So einen passenden Satz wünsche ich mir auch manchmal. Ich fahre selber jeden Tag eineinhalb Stunden Zug. Seitdem liebe ich Schulferien.

  • Gabriela sagt:

    Ich habe den Sinn dieser kleinen Story schon verstanden, sehe aber auch immer gern einmal hinter die Kulisse. Ob cool gehässig oder weltgewandt genervt – was macht das dabei für einen Unterschied?

    Für mich eigentlich keinen – aber ich fahre auch selten U-Bahn.

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