Die geliehene Bank

24. September 2012 § 82 Kommentare

Sie haben ein kleines Reihenhaus. Vor der Tür steht eine Bank.

Auf dieser Bank sitzen sie gerne im Sommer, nach Feierabend, bei einem Gläschen Wein und grüßen die Nachbarn. Manchmal schauen sie nur, wer kommt und geht. Manchmal hält einer der Vorbeigehenden für einen Schwatz an.

Als sie eines Abends nach Hause kommen, ist die Bank fort. Sie wundern sich ein bisschen, machen sich aber keine großen Sorgen. Denn sie verstehen sich gut mit den Nachbarn, und vielleicht hat sich jemand die Bank ausgeliehen. Vielleicht kamen irgendwo mehr Gäste als geplant und man brauchte beim Grillfest ein zusätzliches Sitzmöbel. Das kann vorkommen, sie kennen sich ja alle gut in der Nachbarschaft. Deshalb ist das kein Problem.

Einen Tag später ist die Bank wieder da. Es liegt ein Umschlag darauf, darin eine Karte mit den Worten: “Tut uns leid für die spontane Leih-Aktion! Es war wirklich dringend. Wir hoffen, die Tickets machen es wieder gut!” Anbei zwei Eintrittskarten für ein Spiel von Borussia Dortmund. Die beiden freuen sich riesig. Er ist großer BVB-Fan, hat einen Aufkleber am Auto und eine Flagge im Garten.

Am betreffenden Tag fahren sie ins Stadion. Es ist ein gelungenes Spiel, der BVB gewinnt. Die beiden sind glücklich.

Als sie nach Hause kommen, ist ihr Haus aufgebrochen und leer geräumt.

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§ 82 Antworten auf Die geliehene Bank

  • ubarto sagt:

    och nee :-(
    Das ist ja echt einfach nur gemein. Ganz, ganz mies. Die diebe sollten sich aber wirklich schämen!

  • Michael sagt:

    Ganz fiese Aktion. Aber mittlerweile ist dieses Vorgehen leider sehr bekannt!

  • Oh, das ist aber eine fiese Geschichte!

  • Frau Puvogel sagt:

    Autsch!!

  • cloudette sagt:

    wie übel ist das denn?

  • Frau Dinktoc sagt:

    Das schlimmste ist wahrscheinlich nicht mal der materielle Verlust des Hausrats, sondern das Ausmaß an Unanständigkeit, mit dem man die Leute ausgetrickst hat.

  • Nihilistin sagt:

    Das ist jetzt ehrlich KEINE urban legend? So wirklich aus erster Hand (von den Betroffenen selber bzw. maximal von deren Kindern) gehört?
    Ick weeß nich, dit klingt mir zu…….sagenhaft.
    Falls Sie für die Richtigkeit “bürgen”, Frau Nessy, nehme ich meine Zweifel selbstverständlich zurück.

  • zimtapfel sagt:

    Woah, fies!
    Es könnte einem aber schon komisch vorkommen, das da jemand für das eintägige (!) Ausborgen einer kleinen Bank (!) gleich zwei vermutlich nicht ganz billige Eintrittskarten springen lässt. Ich würde in so einem Fall etwas Schokolade oder ähnliches dazulegen und fände das völlig ausreichend und angemessen.
    (Allerdings bin ich selber auch vollkommen naiv und käme nie auf den Gedanken, hinter einem solchen Geschenk Böses zu vermuten.)

    • Dieter sagt:

      Das wollte ich auch schreiben, daß für das kurze Ausleihen der Bank so ein großes Dankeschön da liegt, ohne daß sich die Ausborger namentlich nennen, also daß das seltsam ist. Denn auch in guter Nachbarschaft würde ich nicht wollen, daß meine Bank von Fremden ungefragt ausgeliehen wird. So menschenfreundlich bin ich nicht.

      Ich hoffe, daß die Einbrecher gefaßt werden. Gibt es irgendeinen Passus, der ein Vorgehen bestraft, das zukünftiges Vertrauen in die Menschheit zerstört? Gutgläubigkeit ausnutzen? Kommt das bei Einbruch zum Tragen? In unserer Stadt haben einige Jugendliche alte Leute an der Wohnungstür überfallen. Das fand ich auch ungeheuer schändlich.

    • Nessy sagt:

      Heimtücke wird in der juristischen Bewertung doch durchaus berücksichtigt, oder? Ich meine, die Einbrecher können in diesem Fall ja nicht sagen, sie seien in die Terrassentür gefallen und hätten im Weggehen aus Versehen den Fernseher eingesteckt.

  • Micha sagt:

    Es fürchten die Götter das Menschengeschlecht… (Goethe)

  • Seifenfrau sagt:

    Hammer-Krimi!
    Erst dachte ich noch, wie nett und unkompliziert das Ausleihen und Bedanken da vor sich geht…
    und dann…
    der Plot.

  • der Robert sagt:

    Wirklich widerwärtig… Ich habe mal auffem Dorf gewohnt, da war das gegenseitige Ausleihen und Zurückbringen Gang und Gäbe, auch wenn der “Verleiher” gerade nicht zu Hause war. Man kannte sich und hat sich vertraut. Insofern wäre die Chance groß gewesen, daß ich auf diesen Trick ebenfalls reingefallen wäre.

  • Ernsthaft?Im Sinne aller Gutmenschen hoffe ich jetzt mal auf die oben schon erwähnte Urban Myth….

  • schroemu sagt:

    Ja los, erstens ist das echt eine urbane Legende und dazu noch eine seeeeehr alte. Ich für meinen Teil habe das das erste Mal bei TKKG gehört, das ist bestimmt … 18 Jahre her, da wurden Klößchens Eltern das Auto geklaut und am nächsten Tag zurück gebracht mit Theaterkarten. Tarzan hat das natürlich gleich durchschaut und wusste, dass da Einbrecher amWerk sind, die die teueren Gemälde aus dem Hause der wohlhabenden Sauerlichs raus zu klauen XD
    Wenn da tatsächlich noch jemand drauf reinfällt, habe ich genauso Mitleid wie mit Leuten, die ihre Haustür nicht abschließen

  • Petra sagt:

    Oh nein ….. das ist deftig. Wir haben auch ne Bank, auf der wir gern sitzen. Wir werden aufpassen!

  • Oldschool sagt:

    Gnarf!!!
    Der Trick wurde schon vor dreißig Jahren ausführlichst bei TKKG beschrieben (damals mit einem Auto statt einer Bank, aber das ist unerheblich)…wie kann man da heute noch drauf reinfallen?

    • Nessy sagt:

      Sie wären natürlich nicht drauf reingefallen.

    • Neinein, hinterher sagen das alle.

    • Wolfram sagt:

      Autos ausleihen ohne zu fragen ist aber auch schon drei Klassen höher, schließlich haben die sowas ähnliches wie Schlösser.

      Bei der Bank ist die Mißtrauensschwelle deutlich niedriger, zumal auf dem Land. Und sogar im Sauerland, wo man nicht die Vertrauensseligsten ist…

    • Und wenn euch einer fuer einmal Bank ausleihen Karten im Wert von 100 Euro + gibt, findet Ihr das ganz normal? Ich wuerd erstmal in der Nachbarschaft rumtelefonieren, wer das gewesen ist.

      Und ja, hinterher ist man immer schlauer, oftmals vorher aber auch schon. Und Welpen aus Nigeria kauf ich auch nicht.

  • féizào sagt:

    Die Story kenn ich mit ner Bank statt nem Fahrrad und Kinokarten statt Fußballtickets…

  • Coco Lores sagt:

    Ob urbane Legende oder wirklich passiert: schön geschrieben, Frau Nessy, Spannungsbogen, “wuaah” am Ende und alles.

  • Fee sagt:

    Mein erster Gedanke war auch: Moderne Sage. War eins meiner Magisterprüfungsthemen. Würde mich wirklich auch interessieren, was wirklich dahintersteckt…

  • Croco sagt:

    Sind sicher Leute aus der Umgebung gewesen. Sonst wäre es doch aufgefallen, dass Wildfremde eine Bank wegtragen.
    Und sie müssten ja die Abfahrt beobachtet haben.Sonst hätten sie sich nicht sicher sein können, dass die Karten auch wirklich gebraucht werden.
    ” Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen…” wie es so schön in Casablanca heißt.
    Was sagt die Polizei denn dazu?

    • Nessy sagt:

      Die Polizei sagt: “Ist bekannt, ist ‘ne Masche.” Wann sie die Bank fortgeschleppt haben, weiß keiner, aber manchmal ist das Auffälligste ja das Unauffälligste: Latzhose an, Schiebermütze auf, schon denkt jeder, dass ein Gartenbaubetrieb sie zur Reperatur abholt und alles seine Ordnung hat.

    • zimtapfel sagt:

      Man muss schlicht und einfach nur ausstrahlen, das es das allerselbstverständlichste der Welt ist, das man da gerade diese Bank oder diesen Videorecorder durch die Gegend trägt. Und niemand wird einen ansprechen, aufhalten oder auch nur beachten.

    • Wolfram sagt:

      Stimmt, Frau Zimtapfel. Mit dieser Ausstrahlung sind schon Flügel aus Musikhochschulen und Panzer aus Kasernen entwendet worden.

  • michaela sagt:

    Och menno, ist das blöd/ärgerlich/richtig scheiße.
    Aber ich glaube, das hätte mir auch passieren können, obwohl ich die TKKG-Geschichte auch kenne.
    Aber so ist das, wenn man immer noch an das Gute im Menschen glaubt.

  • Steffi sagt:

    Mal so an alle Klugscheißer hier, die meinen, das hätte man sich ja denken müssen: Es haben nicht alle als Kinder TKKG gehört. Das betreffende Ehepaar ist vielleicht auch schon viel zu alt, um da zur Zielgruppe zu passen, die Geschichten gab’s schließlich erst seit Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger. Und selbst wenn, ich kenne glaube ich kaum jemanden, der da nicht drauf reingefallen wäre. Allein die Freude über so ein völlig unerwartetes, selten nettes Miteinander hätte mich von dem Gedanken ferngehalten, dass das auch Betrüger sein könnten.
    Das betreffende Paar tut mir sehr Leid, gerade, weil es hier so nett beschrieben wird.

    • Jordan sagt:

      Danke!
      Lassen Sie das Paar nur mal “ältere Herrschaften” gewesen sein, die seit Jahr und Tag ihr Nachbarn kennen und Dinge verleihen…

    • Nessy sagt:

      Ich habe bis 1992 alle, wirklich alle TKKG-Folgen gehört und kann mich nicht an diese Szene erinnern. Das finde ich allerdings auch beruhigend, zeigt es doch, dass mein Hirn sich ab und an mal defragmentiert und Dinge, die es nicht mehr braucht, rausschmeißt.

    • Blogolade sagt:

      Außerdem: wer sagt eigentlich, dass nicht ausgerechnet die Betrüger diese TKKG-Folge als Inspiration hatten?

    • Das leben lehrt aber auch: was zu gut ist um wahr zu sein, ist zu gut um wahr zu sein. Mancheiner ist schon arg naiv.

  • Lobo sagt:

    Ich kenne die Story von TKKG nicht, den Trick kannte ich auch nicht, ob ich drauf reingefallen wäre …. Nunja, bei Iron Maiden Tickets wär ich schon losgezogen, habe allerdings auch Alarmanlage und Kameraüberwachung, da ist das mit dem Ausräumen der Wohnung / Geschäft schon schwieriger.

    Nur weil ein Trick alt ist, bedeutet es nicht das er nicht funktioniert. Es fallen ja auch noch geung Leute auf den Enkel Trick oder den Branchenverzeichnis Fake rein.

    • Nessy sagt:

      Sehe ich genauso. Von außen ist immer leicht zu sagen – ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht immer so geistesgegenwärtig bin und angemessen reagiere. Okay – der Enkeltrick kommt bei mir nicht in Frage und ist wirklich sehr abgelutscht – den würde ich vielleicht auch als Rentner checken. Aber sonst? Taschendieb mit Ablenkung auf der Straße oder dergleichen? Weiß nicht.

    • Lobo sagt:

      Bei mir würde der Enkel- und Branchenverzeichnistrick auch nicht funktionieren. Dafür bin ich schonmal auf diese fiktive Polizeigewerkschaft mit ihren Werbeheftchen reingefallen. Niemand ist davor gefeit, die Gauner werden auch immer gewiefter.

  • Liselotte sagt:

    Ich waere definitiv auch drauf reingefallen, ich habe auch noch nie von der Masche gehoert. Obwohl wir so ziemlich jede TKKG Folge besitzen und meine Tochter sie von morgens bis abends hoert. Und selbst wenn – was haette man tun sollen? Die tollen Karten verfallen lassen? Irgendjemanden zum Aufpassen im Haus lassen und denjenigen moeglicherweise in Gefahr bringen?
    Mir tut es fuer das Paar wirklich Leid!

    • Nessy sagt:

      Man hätte bei Verdacht die Polizei informieren sollen, und die stellt dann eine Falle. Vielleicht hätte sie aber einfach nur gesagt: “Solange noch nichts passiert ist, können wir nichts machen.”

    • Micha sagt:

      Die Schwierigkeit ist auch – TKKG hin oder her – überhaupt zu dem Verdachtsmoment zu finden. Was für ein mieses, abgebrühtes Menschenbild braucht es, um hinter jeder Nettigkeit gleich das abgekartete Spiel zu entlarven?? Das finde ich wirklich schlimm.

    • Nessy sagt:

      Wir sind halt einfach zu gutgläubig und naiv, Frau Micha.

  • Käthe sagt:

    Oh. Ich wäre auch drauf “reingefallen”. Ich komme vom Dorf, da kennt man die Nachbarschaft, da wäre mir das auch nicht komisch vorgekommen…

    Bei einer Familie im Nachbardorf wurde vor einiger Zeit die Terrassentür aufgebrochen und der Fernseher geklaut. Man wundert sich, denn sonst fehlt nichts und der Fernseher war auch nicht mehr sooo neu. Nun gut, es wird sich halt ein neuer Fernseher gekauft, diesmal ein schicker Flachbildschirm und – wenn schon, denn schon – ein schickes Soundsystem dabei, sowas kauft man sich ja auch nicht alle Tage. Einen guten Monat später wird wieder eingebrochen. Nun ja. :-/

    • Nessy sagt:

      Das ist natürlich auch ‘ne Masche: alte Sachen klauen, warten, bis Neues angeschafft wird, dann das Neue klauen. Passiert im Büro auch: Joghurt wegessen, Kollege kauft sich neuen Joghurt, neuer Joghurt wieder weg.

  • Kann ich nicht sagen, ob ich darauf reingefallen wäre.
    Vermutlich eher nicht, weil bei uns eigentlich vor dem Ausleihen eine SMS oder ein Anruf kommen würde und mit dem Dankeschön der Name des “Ausleiers”. Außerdem ist in unserer Nachbarschaft oder im Freundeskreis ein Geschenk (erst recht mit so einem hohen Wert) als Dank gar nicht üblich, sondern man trinkt ein Bierchen oder einen Kaffee zusammen.
    Glücklicherweise wohnen wir ländlich und unser nächster Nachbar hat immer ein Auge auf die Nachbarschaft (er glaubt nicht unbedingt an das Gute im Menschen).
    Außerdem wird unser Haus von 6 Personen bewohnt.
    Auszuschließen ist trotzdem nichts, wenn die Täter einen richtig ausspionieren, aber wir sind relativ gut dran … hoffe ich.;-)
    Ich kenne allerdings auch die Geschichte mit dem Fahrrad.

    • Nessy sagt:

      Es gibt halt Leute, bei denen sind SMS noch nicht so richtig im Alltag angekommen. Ich kann mir ja echt vorstellen, dass die Ganoven ganz offensichtlich die Bank weggeschleppt haben. So wie früher in der Schule: In der ersten Reihe hat sich’s immer noch am besten gespickt.

  • SusArt sagt:

    Oh nein, wie widerwärtig! Ich wäre sicher zum Spiel gefahren, wollte nach der Hälfte der Geschichte schon rufen: “Ich habe auch eine Bank!”
    Wenigstens hat Dortmund gewonnen!

  • Kiki sagt:

    Oh, wie bitter! Ich wäre vermutlich misstrauisch geworden, wenn ich den Oder die Absender nicht hätte ausmachen können. Zwei teure Karten für ein Event erscheinen mir zumindest ein bisschen over the top für das kurzfristige Ausleihen einr Gartenbank. Wahrscheinlich hätte ich alle infrage kommenden Nachbarn abtelefoniert oder besucht, um den edlen Spender herauszufinden. Aber da ich meinen Mitmenschen gegenüber grundsätzlich vertrauensvoll gesinnt bin, wäre ich wohl auch darauf hereingefallen — zumal ich von dem Trick wirklich noch nie gehört habe (fand TKKG als Buch doof, die Hörspiele kamen erst später auf und die habe ich mir dann gleich geschenkt, genau wie die drei ???).

  • Knoetchen sagt:

    Hmm. Ich wäre nicht drauf reingefallen.
    Das liegt aber weder am Misstrauen noch daran, dass ich die Masche selbstredend sofort durchschaut hätte, sondern ist einzig und allein dadurch bedingt, dass ich weder Häuschen noch Bank besitze und stattdessen meine Millionen *lol* in ein Kleinkind investiere.

    Davon abgesehen: Schon Mist sowas. hoffentlich sind sie versichert und bekommen wenigstens den Geldwert zurück. *seufz*

  • Richie sagt:

    Über den Trick habe ich in verschiedenen Formen schon des öfteren gelesen. Zum Beispiel mit einem Grill, der “geliehen” wurde. Da scheint wohl etwas dran zu sein. Böse Sache!

  • Blogolade sagt:

    Ich glaube, ich sollte meine Eltern mal darüber informieren. Die würden sich auch nicht sehr sorgen, wenn deren Bank verschwände sondern erstmal Nachbarn “verdächtigen” Und wenn die Bank mit Karten wieder auftaucht, würden sie das auch gerne annehmen.

  • frau k. sagt:

    oh mann :( gemein! wenn sie einfach nur so eingebrochen wären, wärs nicht ansatzweise so gemein, wie das… :(

  • oldschool sagt:

    So hart wollte ich mich gar nicht anhören, aber ich bin schon ziemlich erstaunt, daß es noch Leute gibt, die diesen Trick nicht kennen!
    Ich war ab 1990 mit meinen Eltern sehr viel im frisch geöffneten Osten Deutschlands im Urlaub um diese Gegend kennenzulernen, die vorher als Urlaubsziel völlig undenkbar war. Wir haben viel in privaten Pensionen gewohnt und viel mit Leuten geredet. Auf der Fahrt nach Rügen in Mecklenburg wurde uns auch genau diese Geschichte erzählt, und ich dachte damals noch, daß die Dreckskerle jetzt ausnutzen, daß im Osten noch niemand die Tricks kennt, auf die im Westen niemand mehr reinfällt.
    Und 22 Jahre später lerne ich, daß es doch noch Leute gibt, auch im Westen, die den Trick noch nicht kennen.
    Um das Vertrauen dieser Leute in die Ehrlichkeit der Menschen tut es mir natürlich leid.

    Und für alle, die es interessiert:
    Es war der allererste Band:
    TKKG – Band 001 – Die Jagd nach den Millionendieben

    • Nessy sagt:

      “Die Jagd nach den Millionendieben”? Alta, die Folge habe ich rauf- und runtergehört? Wie kann das sein, dass ich das nicht mehr erinnere? Und das als WESSI!

    • URi sagt:

      Aua, aua, aua. “dass ich das nicht mehr erinnere”. Bitte, bitte nicht. Eingedeutsches Englisch, schüttel. “dass ich mich DARAN nicht mehr erinnere”. Klingt doch viiiieel besser, oder?
      P.S. Sorry für OT

  • apostelchen sagt:

    Mir fällt dazu (wenn auch ein paar Nummern “krasser”,da Mord und Totschlag und nicht “nur”Sachbeschädigung)Ferdinand von Schirach mit seinen Büchern ein..

  • Fee sagt:

    Naja, was ich sagen wollte war: Was steckt wirklich dahinter, kennt Frau Nessy die Betroffenene wirklich. Wissenschaftliches Interesse :)!

    • Nessy sagt:

      Ja. Wir, d.h. meine Familie, kennen die Betroffenen. Es ist also tatsächlich so passiert. Ich kann den Trick nicht – und die Betroffenen offensichtlich auch nicht. Mag sein, dass sich die Einbrecher bei TKKG bedient haben – es ist (in diesem Fall zumindest) keine urban legend.

  • da fehlen mir echt die Worte…

  • kvinna sagt:

    Ja, ich kannte den Schluss schon. Das Vorgehen ist so bekannt, dass es vor 20 Jahren in meinem TKKG-Jugendkrimi schon mal Teil der Handlung war.

    Wird denn niemand stutzig, wenn er ANONYM so eine riesige Wiedergutmachung bekommt?

    Die Leute haben mein volles Mitgefühl, ehrlich, aber dass sie sich DARÜBER nicht gewundert haben, wundert nun mich.

    • Nessy sagt:

      Wenn Sie einmal nach oben blicken möchten: Das wurde bereits in aller Ausführlichkeit diskutiert.

    • kvinna sagt:

      Es ist ermüdend. Ich weiß. Aber ebenso ermüdend ist es, immer sorgfältig all’ die vielen, vielen Vorkommentare zu lesen. Ich lese sie meistens gar nicht mehr, sondern schreibe einfach hin, was mir zu dem Blogeintrag gerade einfällt. Mea Culpa!

  • kvinna sagt:

    Korrektur: …vor etwa 25 Jahren…

  • Marlene sagt:

    Hossa, wie im TV … bin geschockt, wozu so ne harmlose Gartenbank ausgenutzt wird o.O

  • topas sagt:

    Genauso fies ist es auch offensichtliche Abwesenheiten auszunutzen. Gerade da Weihnachten vor der Tür steht ein guter Zeitpunkt. Ist vor einigen Jahren meinen Schwiegergroßeltern passiert. Eine Diebesbande hat sich am Heiligabend in einer kleinen Siedlung versteckt und beobachtet, welche Haushalte zum Gottesdienst in die Kirche des Nachbardorfes fuhren. So war sichergestellt, dass die dort Wohnenden in den nächsten 60 Minuten garantiert nicht wiederkommen. Ungünstigerweise hatte der Schwiegeropa etwas zu Hause vergessen … und in der Werkstatt ein Luftdruckgewehr. Nur leider hat er nicht abgedrückt, sondern die Einbrecher verjagt :)

  • Jörg Plewe sagt:

    Wenn ich die Wertsachen meiner Wohnung so zusammenzähle, hätte ich durch die Karten ein gutes Geschäft gemacht …

Was ist das?

Du liest momentan Die geliehene Bank auf Draußen nur Kännchen.

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