Serviceblog: Protokoll eines Experiments

14. Januar 2013 § 55 Kommentare

Ich mache ja für Sie dieses Service-Ding: Rücken plus Husten.
Hier mein Fazit der ersten zwölf Tage.

Phase eins:
Ich benutze ungern Fäkalwörter im Kännchenkaffee , aber verdammte Scheiße. Sind! Das! Schmerzen! Ich bin ja einiges gewohnt. Bänderrisse. Kapselrisse. Ein Nasenbeinbruch. Fucking Hell –  Husten ist schon die Hölle, aber Niesen erst. Ohgottohgottohgott. Und im Fernsehen? Nur Eis. Die haben sich doch abgesprochen. Inuit, wohin man schaltet. Atom-Eisbrecher. M58, die Transkontinentale durch Russland, Vermummte teeren Straßen im Schneesturm. Ja, die haben’s drauf die Russen. Und was macht der Lanz da? Isst der etwa Robbenfett? Ekelhaft. Diese grünen Stückchen, die ich abhuste, sind auch widerlich. Die sind so hart, die kann man sogar noch kauen. So eine Scheiße, das alles. Spazierengehen könnte helfen.

Phase eins a:
Alta, das geht so nicht mehr. Wie heißt dieses Dreieck über den Krankenhausbetten? Ich brauche sowas. Und die Entenmutti, die könnte mir ihren Rollator leihen. Oder nein, ein Zivi wäre besser. Aber ach – die heißen jetzt Bufdi. Oder ich rufe einfach Mats an, dass er nach dem Training vorbeikommt. Verdammt, ich kann gar nicht auftreten. Und gnaaaaaaaaaaaah, immer wieder dieser scheiß Husten. Wie lange noch bis zur nächsten Schmerztablette? Aber Tetrazepam ist gut. Mein Gott, davon fällt ja ein Elefant um. Spazierengehen hilft.

Phase eins b:
Ach, Doktor Knack. Den heirate ich mal. Er spendiert mir ein MRT und eine 50er-Packung Ibu 600. Was kriegt man dafür eigentlich hinterm Bahnhof?  Über Amazonien gelernt, dass es dort Fluss-Sehkühe gibt, deren Kot das Nonplusultra ist. Für alles. Ohne Seekuhscheiße geht da nix. Außerdem: spazierengehen – gehen gehen gehen gehen. Dazu Hörbuch hören, “Anne Granger: Wer sich in Gefahr begibt“. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich noch hinlatschen soll. Aber es gibt eine App fürs Latschen. Jetzt weiß ich wenigstens, wie weit ich gelaufen bin. Und wie lange. Und wie viele Schritte. Ich brauche auch eine Turnanleitung für Rücken.

Phase zwei:
The Beginning of Turnen.

Rückenturnen

Erster Lichtblick: Ich kann husten, ohne dass ich das Gefühl habe, dass meine Mitte mit einem brennenden Schwert durchteilt wird – es sind die kleinen Dinge, die erfreuen. Die neue App sagt: 5,78 Kilometer, 7.366 Schritte, 1 Stunde 14 Minuten. Unsaomma war niemals langsamer.

Phase zwei a:
Mein Pro-Tipp: Ganzkörperwärmebehandlung unter der Sonnenbank. Klingt komisch, aber aus der Badewanne käme ich ja nur mit einem Kranwagen raus. Ich bin nun zwar knusprig wie eine gebackene Ente, aber was soll’s – die Muskelschmerzen werden weniger. Schlecht: Ich kann nicht schlafen. Oh yeah, was zieht das ins Bein. Als ob dir einer einen Besenstil ins Kreuz steckt, ihn durch die Hüfte bis ins Knie schiebt und dadrin rumquirlt. Tetrazepam hält genau sechs Stunden. Also bis nachts um vier. Ich lege mich auf meine Isomatte und turne dazu. Draußen ist es still und stockfinster. Auf 3sat: Kailash, der heiligste aller Berge, Tibet. Mönche drehen Gebetsmühlen. Rücken rund, Arsch raus, Rücken rund. Sie singen monoton. Das ist alles sehr verstörend. Entenmutti kann auch nicht schlafen, knipst ihr Küchenlicht an und glotzt zu mir rüber. Das muss jetzt auch nicht sein. Ich lasse die Rolläden herunter.  Tagsüber: 9,4 Kilometer, 12.101 Schritte, 1 Stunde 47 Minuten.

Phase zwei b:
MRT. Brumm Brumm. Gewehrsalven. Danach der Strahlenarzt, der mir Fragen stellt und sie direkt selbst beantwortet. Er hält einen Monolog mit der Redegeschwindigkeit Verona Poths und schiebt dabei meine Wirbelsäule hektisch mit einem Stift über eine Art Riesen-iPad, dass sicher sehr, sehr teuer war. Wo haben Sie Schmerzen? Nein, warten Sie, ich sage es Ihnen. Schiebschieb. Diskusprolaps, Nucleus pulposus ist ausgetreten. LW vier fünf, lateral, aber das merken Sie sicherlich. Machen Sie eigentlich Sport? Wie alt sind Sie? Schiebschieb. Ah, hier stehts’s – na gut, sechs Jahre noch, dann können Sie zum Bestatter gehen. Es gibt genau vier Gründe für Prolaps und Protrusion: Adipositas, schwache Muskulatur, schweres Heben, Degeneration. Übergewicht. Haben Sie gehört? Schiebschieb. Muskulatur … mmmh. Oh. Die ist gut. Naja. Verstehen Sie mich? Hier sehen Sie das Ganze – schiebschieb - transversal, dort wäre der Spinalkanal. Stehen Sie mal auf, Achtung, ich fasse Ihnen an den Arsch. Locker lassen, anspannen. Okay. Ich wünsche Ihnen viel Glück, tschüß. 5,4 Kilometer, 6.886 Schritte, 1 Stunde 4 Minuten. Es regnet in Strömen.

Phase drei:
Doktor Knack ist schon verheiratet. Und sehr mitfühlend. Sechs mal Krankengymnastik und Akupunktur. Ich sehne mich nicht mehr nach der nächsten Schmerztablette. Ich höre “Timur Vermes: Er ist wieder da“. 10,41 Kilometer, 13.260 Schritte, 2 Stunden 11 Minuten. Es geht viel bergauf.

Phase drei a:
Ich kann eine halbe Stunde am Stück sitzen und turne mich zum Elfenpingiun. Ich lerne Faszinierendes über den Yarsagumba, den chinesischen Raupenpilz. Es zelten doch tatsächlich ganze Dörfer im himmalayischen Hochland und suchen diesen Pilz, von dem zehn Kilo mehr als 300.000 Euro wert sind, weil er praktisch für alles gut ist, vor allem für die Potenz von Chinesen. Der Husten ist immer noch dolle, ich werde plötzlich heiserer als Rod Stewart nach ‘ner Packung Marlboro. 14,09 Kilometer, 17.061 Schritte, 2 Stunden 43 Minuten. Eine Freundin trägt mir Wasser ins Haus.

Phase drei b:
Husten – die ganze Nacht. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Hust. Aber schmerzfrei. Es ist doch toll, wenn man weiß: Es war schon alles viel, viel schlimmer. Tagsüber: 8,6 Kilometer, 10.963 Schritte, 1 Stunde 42 Minuten.

Phase vier:
Fünf Stunden geschlafen, ohne Tetrazepam. Nur noch drei statt vier Schmerztabletten am Tag. Erste Physiotherapie. Auf Anweisung hänge ich über meiner Küchentheke ab und strecke meine Wirbel. Husten: okay. Allgemeine Stimmung: zuversichtlich. 10,3 Kilometer, 12.776 Schritte, 2 Stunden 11 Minuten in dickem Schnee.

Alles wird gut.

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§ 55 Antworten auf Serviceblog: Protokoll eines Experiments

  • ubarto sagt:

    oh weh, Sie Arme! Das hört sich echt nicht nach Spaß an :-(
    Ich wünsche weiterhin stetige gute Besserung!

  • Ha! Über den Raupenpilz habe ich auch gestaunt. Die GEO-Reportagen sind ja wohl das Einzige, was man tagsüber im TV sehen kann.

    Ansonsten: mein tiefstes Mitgefühl! Nach zwei Bandscheiben-OPs darf ich mich als Kennerin der Materie bezeichnen.

    Schnelle Besserung!

    • Nessy sagt:

      Hatten Sie während der Schwangerschaften denn dann Probleme mit dem Rücken?

    • Nun ja, die erste OP war 2006.
      Dann war ich zwei Mal sehr dicht hintereinander schwanger und danach war es 2009 nochmal richtig schlimm. Ich war praktisch schon querschnittsgelähmt. Übel. Mein Bein ist seitdem dauerhaft taub.

      Jetzt nach der vierten Schwangerschaft mit einigem Abstand geht es mir zum Glück gut. Ich brauche nur schnell meine Bauchmuskeln wieder.

  • andi sagt:

    In Phase fünf geht es aufwärts! Gute Besserung!

  • Bei mir ist es schon ein und ein halbes Jahr her und ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen. Pfui, war das fies. Aber jetzt ist es besser. Viel besser. Ich trage Wasserkästen wieder selber, aber nur mit Spezialhebetechnik, die zu lernen unerlässlich ist. Also, Mut und Turning, es besteht berechtigte Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben in der Zukunft.

    • Nessy sagt:

      Bislang berichten mir alle Banscheibenvorfälle – so wie Sie -, dass es Ihnen inzwischen gut geht. Das macht viel Mut.

    • Frau Vorgarten sagt:

      ja, vor allem die Waschmaschine stehen lassen, bis die Männer kommen. Das hat ja nichts mit verpasster Emanzipation zu tun.

  • Chris sagt:

    Autsch. Dann hoffe ich, das die Thekentherapie hilft. :-)
    Ansonsten reicht das an Service erstmal. Wie böse ist eigentlich der Trainer, das jetzt eine seiner Spielerinnen ausfällt?

    • Nessy sagt:

      Er ist eher frustriert, weil wir zusätzlich einen Kreuzbandriss, zwei Bänderrisse haben. Personell ist die Situation angespannt. Der Fingerbruch ist zum Glück verheilt.

    • jpr sagt:

      Ich frage mich gerade, ob es in den Handballregeln noch einen Passus gibt, nach dem – wenn beide Mannschaften nicht mehr genuegend Feldspieler stellen koennen – diejenige gewinnt, die die farbenfrohere Mischung von Verletzungen bieten kann?

    • Nessy sagt:

      Es gewinnt die mit dem schöneren Krückentanz.

  • Klabauterin sagt:

    Mein tiefstes Mitgefühl… – und Gratulation zu einem Arzt, der Sie junges Kücken zum MRT geschickt hat. Mein Doc sah die Notwendigkeit erst, als ich die 40 weit überschrittten hatte. Da hatte ich schon eine fast 20jährige Karriere als “Rücken-Patientin” hinter mir.
    Wirklich geholfen hat mir seinerzeit eine Physiotherapeutin mit dem guten alten “Schlingentisch”, Hinterteil und Beine aufgebaumelt habe ich mich im wahrsten Sinne des Wortes beschwerdefrei “geschaukelt.

    Trotzdem dauerte es fast ein halbes Jahr, bis die letzten Sensibilitätsstörungen aus Bein und Fuß behoben waren – geschuldet allerdings der zögerlichen und viel zu spät erfolgten Diagnosestellung per MRT, weil: “In Ihrem Alter hat man noch keinen Bandscheiben-Vorfall!!!” Meine Physiotherapeutin erklärte mir damals, daß zu ihrem Patientenklientel sogar Jugendliche mit Bandscheibenprolaps zählten…
    Seit ich “meine” Diagnose kenne und mich entsprechend verhalte (gezielte Übungen zur Muskulatur-Stärkung), hat es mich *toi-toi-toi* nicht mehr erwischt.

    Gute Besserung, alles wird gut! Versprochen!!!

    • Nessy sagt:

      Doktor Knack macht seine Sache tatsächlich gut – zumindest habe ich ein gutes Gefühl, so richtig bewerten kann man das ja erst, wenn die Genesung eingetreten ist.

  • Das liest sich alles gar nicht lecker…
    Gute Besserung weiterhin! – Ich hatte vor zehn Jahren einen Bandscheibenvorfall, und nein, es ist danach nicht alles wieder wunderschön geworden! Da meine damalige Orthopädin von der Operation abriet, die dringend nötig gewesen wäre, wie sich im Nachhinein heraus stellte, habe ich nun eine sogenannte Fußheberschwäche. Beidseitig. Gar nicht lustig. Weil man da beim Gehen höllisch aufpassen muss, damit es einen nicht auf die Schnauze haut – was so alle paar Monate immer wieder mal passiert. Zum Glück weiß ich mittlerweile instinktiv, wie ich zu fallen habe…

    • Nessy sagt:

      Zum Glück hatte ich nur zwei Tage lang neurologische Ausfälle – danach nur noch Schmerzen. Hat mir aber gereicht. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass es wieder gut wird.

      Und fallen, das kann ich. Meine grundständige Handballerausbildung hat mir schon über Glatteis und Geröllabhänge geholfen.

  • juniwelt sagt:

    Was für ein Dreck! Liest sich verdammt übel, ganz schnelle und gute Besserung!!!

  • meineschreibblockadeundich sagt:

    Neu im Serviceblog: Rücken plus Kaputtlachen.

    Danke, liebe Nessy, und weiterhin gute Besserung!

    Herzlichst
    Marie

  • Aki sagt:

    Ich muss gestehen, ich habe Tränen gelacht über Ihren Artikel; als MFA in Ausbildung beim Orthopäden höre ich solche Geschichten ständig, glücklicherweise präsentiert die aber keiner unserer Patienten so herrlich wie Sie; ich müsste ja ständig vor Lachen unter der Theke liegen. ;)
    Liebe Nessy, ich wünsche Ihnen gute Besserung! Es geht aufwärts.

  • Biki sagt:

    “Dreieck über’m Bett”:
    Galgen – in der momentanen emotionalen Situation wohl eher nicht zu empfehlen.

    Gute Besserung!

    Biki, gerade genesend von einer Hüft-Implantats-OP (nicht lecker und leider danach auch nicht alles gut)

  • Croco sagt:

    Ich fühle mit. Sie wissen ja.
    Die lange Zeit zwischen den Tabletten.
    Und dann das strömende Glück, wenn gerade nichts weh tut.
    Ja, ich fühle mit. Und wünsche schnelle und gute Besserung.

  • Franzi sagt:

    Katadolon! Wunderwaffe. Gekoppelt mit ein paar netten Schmerztropfen und Diclos. Das hat bei mir geholfen. Man sieht zwar zu Anfang bunte Blumen und alles ist soooo schööööön, aber dieser ver***** Nerv löst sich dann auch relativ zügig. Trotzdem Ruhe bewahren, sonst endet es wie bei mir. Nerv beruhigt, falsch gedreht und juhuuuu Nerv wieder geklemmt. :-D

    Gute Besserung!

    • Nessy sagt:

      Mmmmh … Katadolon wird bei Muskelverspannungen gegeben, wenn ich richtig lese. Die habe ich ja nicht mehr – außerdem gab’s dafür ja schon das Tetrazepam.

    • Franzi sagt:

      Ja, da hast du völlig Recht, das ist auch ein Muskelentspanner. Bei mir hat nur das Tetrazepam nicht mehr geholfen (ich musste es schon ziemlich oft nehmen)

    • Nic sagt:

      Und sehr hilfreich wenn man schnellst möglich seinen gesamten Mageninhalt das Klo herunter spülen mag, eine ganze Nachtschicht lang – nur etwas für wirklich starke Mägen

    • Nessy sagt:

      Da ich mich anfangs nicht mal runterbeugen hätte könnte, wäre das wohl eher unschön geworden.

  • Selten jemand so charmant jammern gelesen..
    Gute Besserung!!!

  • Gute Besserung weiterhin, von jemand der schon so viele mit Bandscheibenprolaps abgeholt hat.

  • jpr sagt:

    Besten Dank fuer diese Erweiterung des letzten Eintrags.
    Wo der ja noch eher negativ geklungen hat, sorgen Sie hier nun richtig dafuer, dass man all die positiven Seiten einer solchen Verletzung zu wuerdigen lernt: Bildungserweiterung, Nahrung fuers Smartphone, Bewegung an frischer Luft, neue entspannte Koerperhaltungen und gar noch eine Loesung fuer die anderweitig diskutierte nachlassende Zwischenmenschlichkeit.
    Wenn das nicht fuer Nachahmer sorgt – ich weiss ja auch nicht.

    Ich schere mal aus den uebrigen Genesungwuenschen aus (nicht ohne mich diesen anzuschliessen), und wuensche weiterhin ein interessantes Vormittags- und Nachtprogramm und Spazierengehenwetter.

    • Nessy sagt:

      Das Nachtprogramm ist gar nicht so schlecht: Dokus und Reportagen, Wiederholung Dschungelcamp, und irgendwann beginnen ja auch die Morgenmagazine. Ich lerne sehr viel.

  • michaela sagt:

    Ogottogott, Frau Nessy, ich wünsche Ihnen ganz viel gute Besserung und ein entspannendes Fernsehprogramm!

    • Nessy sagt:

      Das Fernsehprogramm wird immer unterirdischer, je mehr Tage man ihm ausgesetzt ist. Kann aber auch meiner Wahrnehmung liegen.

  • Erstmal gute Besserung, klingt nach bäh, das Ganze…

    Nur 600er Ibus? Ich hab vor 2 Jahren wegen ner simplen Überlastung des Handgelenks 800er bekommen… Vielleicht hats mein Doc auch nur gut gemeint, nach 2 Wochen täglich 2-3 von den Dingern glaubt man nicht nur an das Spaghettimonster sondern sieht es auch! In Rosa!

    Und da das hier ja ein Serviceblog ist: Wie ist denn “Er ist wieder da!”? Taugt das was? Ich hab das schon ein paarmal bei einem großen Hörbuchverkäufer im Warenkorb gehabt, mich dann aber doch eher für was von Pratchett entschieden…

    • Nessy sagt:

      Mit den Ibu 600 komme ich gut klar – ich nehme ja sonst nie Schmerztabletten. Nur am Anfang hätte ich mir eine größere Dröhnung gewünscht.

      “Er ist wieder da” habe ich nun 2,5 Stunden lang gehört – etwa ein Viertel oder ein Drittel. Es ist okay – unterhaltsam, nett, ich habe zwischendurch auch mehrmals geschmunzelt. Jetzt in Moment hat es ein paar Längen … ich werde weiter berichten.

  • speysight sagt:

    Himmel, diese Kombi aus eingeklemmten Nerv und Husten sollte man sich patentieren lassen. Mein Beileid!
    Mir reicht im Moment mein Husten, der meine Bauchmuskulatur (hatte ich je welche?) zu einem Schmerzensuniversum macht und meinen Kopf zu einem Schleudersitz in einem Kettenkarussel. Und noch schlimmer: Meine Blase sagt: Entweder der Husten oder ich …

    Was den Nerv angeht, würde ich zum Besuch eines Osteopathen raten. Muss man zwar zunächst selbst bezahlen, viele Krankenkassen beteiligen sich aber mittlerweile bis zu 80% der Kosten. Jedenfalls für mich und meinen ebenfalls oft geplagten Rücken ist das die einzige Hilfe, die tatsächlich funktioniert.
    Gute Besserung …
    :-)

  • kvinna sagt:

    *NocheinenSackHeilkraftübernRheinschieb* Als gelernte Schlaumeierin frage ich vorsichtig, ob denn nicht angesichst des Hustens vielleicht die Sauna die bessere Ganzkörperwärmetherapie wäre als die Sonnenbank?

  • Unglaublich, welch ein Martyrium (keine Ahnung, ob man das so schreibt). Wenn gute Wünsche helfen, meine sind Ihnen sicher.
    Grüße vom linken Niederrhein.

  • frau k. sagt:

    tipp für husten nachts –> codein.

    ansonsten bekommt man ja schon beim lesen phantomschmerzen. (gibt es eine verfilmung, könnte ich mir sehr dramatisch vorstellen)

    (badewanne rausklettern -> jetzt haben sie eine idee, wie nett sone muskelsache ist ;-))

    (gott, ganze sätze sind heute auch nicht mein ding, verzeihung…)

    GUTE BESSERUNG!

    • Nessy sagt:

      Codein hilft bei mir nicht. Dieser nächtliche Husten ist so ein Ding, gegen das bei mir nichts wirkt. Aber zum Glück ist er mittlerweile fast weg. Nur noch ein bisschen hüstelhüstel.

  • Lobo sagt:

    Ich finde es echt klasse, dass du bei der ganzen Sch…. deinen Humor beibehälst. Könnte mir schwerfallen!
    Viel Erfolg weiterhin beim Erklimmen des Gesundheitsgipfels. :-)

  • Belli sagt:

    Sollten die Beschwerden nach 6 Monaten nicht abgeklungen sein solltest Du ernsthaft in Erwägung ziehen eine Pflegestufe zu beantragen. Hilft nicht wirklich bei den Beschwerden aber mit dem Geld könntest Du Dir tolle Hilfsmittel aussuchen. Eine Bettleiter wäre eine Idee. Oder Du kullerst Dich einfach aus dem Bett.

  • Gaenseblume sagt:

    Einfach nur: Gute Besserung! Und nie den Humor verlieren…

  • DasSan sagt:

    So etwas mitzumachen und trotzdem den Humor nicht zu verlieren, ist schon bemerkenswert. Ich hoffe, es geht inzwischen noch etwas besser!

  • Annie sagt:

    Liebe Frau Nessy,

    wahrhaftig, ein Serviceblog, und was für ein Service! Ich hatte vor zwei Jahren auch das Vergügen (2 Bandscheibenvorfälle im Nackenbereich und eine schwere Bronchitis) diverser außerkörperlicher Erfahrungen, aber ich habe keine Sternchen gesehen, sondern mich zumeist gefühlt, als ob ich munter durch die Gegend schwebe – dürfte am Cocktail aus Musaril, Ibu 600 und Codein gelegen haben. Wenn Musaril rezeptfrei erhältlich wäre…wären alle Probleme der westlichen Welt gelöst. Mindestens.

    Ich wusste damals leider noch nicht, dass es die Sonnenbank-Methode gibt – werde mir das für zukünftige Abenteuer aber merken!!

    Lustigerweise hatte man zuerst Asthma und einen Muskelfaserriß diagnostiziert, zum Glück hat mich ein junger rheinischer Dr. Knack dann doch zum MRT geschickt (und mir einen Termin beim Lungenfacharzt empfohlen). Es hätte also noch schlimmer kommen können…

    Empfehle Osteopathie – hat mir wirklich sehr geholfen und ich bin bis auf kleine Verpannungen hier und da seitdem so gut wie schmerzfrei.

    Gute Besserung!!

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